FÖJ – Report KW 7 (10.02.14 – 16.02.14)

Highlight der Woche: 3. FÖJ-Seminar 

In dieser Woche fand mein 3. FÖJ-Seminar in Rappach in der Nähe von Heilbronn statt. Nach dem Ankommen ging es zunächst allgemein um unser FÖJ: Um erlernte Fähigkeiten, Personen an der Einsatzstelle und das, was danach kommt. Außerdem gab es noch ein persönliches Gespräch mit einem unserer Betreuer. Mittlerweile ist es Halbzeit beim FÖJ. Die 2. Hälfte wird sicherlich noch schneller vorbei gehen, als die erste. Am Abend schauten wir uns zum Einstieg in das Thema „Welternährung und Landwirtschaft“, den Film „We feed the world“ an.

Der Dienstagvormittag war mit der Arbeit in Projektgruppen belegt. Es gab 3 Gruppen: eine beschäftigte sich mit ökologischer und konventioneller Landwirtschaft, eine weitere mit der Milchwirtschaft und die 3. Gruppe bereitete das Abendessen für Donnerstag vor. Ich war in der Gruppe, die sich mit Milchwirtschaft auseinandersetzte. Am Nachmittag kam eine Agrarkoordinatorin, die uns von der Rolle der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft für die Ernährungssicherheit berichtete. Mit ihr machten wir noch ein Rollenspiel, indem es um gentechnikverändertes Saatgut ging, das von einem Großkonzern in ein Land eingeführt werden sollte. Es wurde eine Verhandlung nachgespielt, in der auch verschiedene Ministerien vertreten waren.

Am Mittwoch unternahmen wir eine Exkursion zu 2 FÖJ-Einsatzstellen. Als erstes ging es auf die Tannenburg, eine fast 1000 Jahre alte Burg. Sie ist ein Biolandhof für Fleischkühe mit Muttermilchaufzucht und Schullandheim. Ernst Zipper, der Besitzer, erzählte uns vieles über die Geschichte der Tannenburg, aber auch von seinem Werdegang als Landwirt, der mit der konventionellen Landwirtschaft begann. Danach fuhren wir zum Bioland-Schafhof Maisch, mit circa 1500 Schafen. Dort werden in der hofeigenen Käserei verschiedene Käsesorten, Joghurt und Milch hergestellt. Gegen Ende unserer Führung gab es auch eine Verkostung.

Der Donnerstag begann mit Projektgruppenarbeit. Wir diskutierten über verschiedene Themen, die mit Milch zu tun hatten und bereiteten uns auf unsere Referentin am Nachmittag vor. Es kam die Ausbildungsleiterin der Firma Friesland-Campina. Die Großmolkerei ist Verarbeiter für Südmilch, Puddis und einige Discounter-Marken. Es war sehr interessant, wie sie den Weg der Milch aufzeigte. Nach dem Vortrag wurden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen präsentiert. Wobei die 3. Gruppe uns ein leckeres Abendessen servierte. Den Abend verbrachten wir am Lagerfeuer und versuchten uns im Feuerspucken. Man nimmt einen halben Esslöffel voll Bärlapp und spuckt ihn in eine brennende Fackel spucken kann. Das Ergebnis ist eine große Flamme.

Der Freitag war der letzte Tag. Nach dem Packen und Aufräumen informierten uns unsere beiden Sprecher über Aktionen, die bis Ende des FÖJs anstehen. Abschließend kam es zur Seminarauswertung und dann rief auch schon der Zug.