FÖJ – Report KW 13 (24.03.14 – 30.03.14)

Highlight der Woche: Vortrag von Josef Jenni und Montage einer Photovoltaik-Anlage

Gleich am Montag fuhren wir zu einem Kunden mit einer 20 m2 großen Solaranlage und einem Pelletofen der Firma wodtke. Bei beidem führten wir die Wartung durch. Wir begannen mit der Solarwartung. Während die neue Solarflüssigkeit durchgepumpt wurde, fingen wir schon mal mit der Wartung des Ofens an. Bei einer Pelletofen-Wartung wird der gesamte Ofen mit einem speziellen Sauger ausgesaugt, gereinigt und die Betriebsstunden werden entnommen. Dies geschieht ungefähr in einem Rhythmus von 3000 Betriebsstunden.

Am Mittwoch fand der Vortrag über Solarwärmespeicher mit dem Solarpionier Josef Jenni aus der Schweiz statt. Davor musste wieder alles entsprechend hergerichtet werden. Dazu stellten wir auch einen Jenni-Speicher mit einem Volumen von 1000 Litern auf. Es war gar nicht so einfach diesen auf der Palette liegenden Tank in der Halle aufzustellen. Dabei war der Gabelstapler eine große Hilfe. Der Vortrag am Abend war sehr interessant. Nachdem uns erklärt wurde, wie energiesüchtig wir sind, berichtete Jenni über den Werdegang der Firma. Wichtige Meilensteine sind das erste zu 100% solarbeheizte Einfamilien- und ein paar Jahre später das erste zu 100% solarbeheizte Mehrfamilien-Haus. Mit diesen beiden Häusern zeigte er, dass Heizen ausschließlich mit der Sonne selbst in der Schweiz gut möglich ist. Damals hatte niemand das für möglich gehalten. Er erklärte die Funktionsweise seiner Speicher. Außerdem zeigte er Bilder zu seiner Speicherproduktion. In der firmeneigenen Halle können Speicher mit einer Höhe von bis zu 18 Metern gebaut werden. Ein Großteil der Maschinen wurde von Jenni selbst konstruiert und im Winter, wenn es saisonbedingt weniger Arbeit gibt, von seinen Mitarbeitern gebaut. Zudem berichtete er von verschiedenen Projekten, wie zum Beispiel „Oil of Emmental“, die er ins Leben gerufen hatte. Nach dem Vortrag kam es zu ein paar interessanten Gesprächen und so konnte der Abend gut ausklingen.

Der Donnerstag begann mit dem Aufräumen der Halle. Danach montierten wir eine Photovoltaik-Anlage für den Eigenverbrauch von Solarstrom auf ein Dach. So kann der Betreiber der Solaranlage seinen eigenen Strom nutzen. Bei der Anlage handelte es sich um 10 Module der Firma Solar-Fabrik, die ihren Sitz in Freiburg hat. Die Module wurden in einer Reihe montiert. Doch bevor man die Module auf das Dach bringen kann, müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Die Schienen, auf denen die Module festgeschraubt werden, müssen zunächst am Dach befestigt werden. Auch werden zuvor die Kabel zum Wechselrichter und das Erdungskabel verlegt. Schließlich werden dann die Module montiert. Zum Schluss bauten wir den Wechselrichter ein. Für mich war es das erste Mal, dass ich so auf dem Dach mitarbeitete und es hat mir großen Spaß gemacht.

Am Freitag wurden erst einmal sämtliche Spuren des Vortrags beseitigt. Anschließend hatte ich noch einiges an Prospekten, die versorgt werden mussten.