FÖJ – Report KW 8 (17.02.14 – 23.02.14)

Highlight der Woche: Vortrag von Bene Müller und Solar-Partner-Schulung 

Am Montag und Dienstag beschäftigte ich mich unter anderem mit der Formatierung der Bilder, die im Flyer zu sehen sind. Außerdem stand noch der Bau eines 8m2 großen Kollektors an, den wir für den Vortrag ausstellten. Dazu bauten wir am Montag den Rahmen und setzten am Dienstag die Finnen und Scheiben ein.

Der Mittwoch galt ganz dem Vortrag. Alles musste vorbereitet und hergerichtet werden. Also kamen Stühle, Tischdecken, Prospekte und noch viel mehr in die Halle. Wir verwandelten wieder unsere Halle, in der sonst zum Beispiel Kollektoren gebaut werden, in einen Vortragsraum. Dieser wurde am Abend auch gut genutzt. Denn es kamen circa 60 Zuhörer und es mussten kurzfristig noch Stühle hinzu gestellt werden. Der Referent war Bene Müller, Vorstand der solarcomplex AG. Sein Thema war der Eigenverbrauch beim Solarstrom. Zu Beginn erläuterte er die unterschiedlichen regenerativen Energien Sonne, Wind, Wasser und Biogas. Dabei ging er auf ihre Ausbaumöglichkeiten, Förderungen, Beiträge zur Energieversorgung und ihre Erträge ein. In Bayern und Baden-Württemberg strahlt die Sonne jährlich mit einer Kraft von 1000 kWh pro m2; das entspricht 100 Liter Heizöl. Er stellte heraus, dass die beiden fluktuierenden Energiequellen Wind und Sonne sich sehr gut ausgleichen. Die Sonne scheint tags und hauptsächlich im Sommer, wohingegen der Wind meist nachts und im Winter weht. Dies bietet mit der Unterstützung durch Biomasse und Wasser eine großflächige Versorgungssicherheit. Anschließend ging er auf die Kosten von Photovoltaik (PV) ein. Mittlerweile kann Sonnen-Strom bereits mit 9-13 Cent pro Kilowattstunde erzeugt werden. Deutschland könnte durchaus komplett mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Er schilderte die Strompreisentwicklung der letzten Jahre mit Ausblick in die Zukunft, wobei er den steigenden wirtschaftlichen Vorteil einer PV-Anlage deutlich machte. Verschiedene Über verschiedene konkrete Fallbeispiele zeigte er den Eigenverbrauch und die jeweilige Einspeisung auf. Danach ging es um die Perspektiven der Photovoltaik. Nachdem man früher stets die optimale Südausrichtung angestrebt hatte, rückt heute die Ost-West-Ausrichtung der Anlagen stark in den Fokus. Damit wird der Tagesverlauf ausgeglichen und die Mittagsspitze fällt weg. Abschließendes Thema war die anstehende EEG-Novelle. Der gesamte Vortrag war hochinteressant und sehr informativ. Die Informationsdichte war sehr  hoch, was den Vortrag anspruchsvoll, aber keineswegs langweilig machte.

Am Donnerstag „verwandelten“ wir unseren Vortragsraum wieder in unsere Halle. Ansonsten bereitete ich etwas für die Schulung vor und trug Briefe aus.

Am Freitagmorgen ging es nach Petersberg zur Solar-Partner-Schulung. Dabei standen verschiedene Themen wie beispielsweise „Hygiene und Energieeffizienz in der Gebäudetechnik“, „Warum Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung“ und „Ohne Wärme keine Energiewende“ auf dem Programm. Außerdem gab es noch einige Produktvorstellungen und einen Impulsvortrag zur Gemeinwohlökonomie. Diese ist ein Wirtschaftsmodell, das nicht rein auf wirtschaftlichen, sondern vielmehr auf menschlichen und nachhaltigen Werten basiert. Ein weiterer wichtiger Punkt war die aktuelle Situation der PV-Speichertechnologie, auch in Verbindung mit der Elektromobilität. Die Schulung dauerte 2 Tage und war sehr interessant und informativ.