FÖJ – Report KW 21 (19.05.14 – 25.05.14)

Highlight der Woche: 4. FÖJ-Seminar

Diesmal fand mein 4. FÖJ-Seminar in Schönwald bei Triberg im Schwarzwald statt. Dabei handelte es sich um ein ganz anderes Seminar als die vorherigen. Die üblichen Seminargruppen wurden gemischt und so konnte man neue Leute kennenlernen. Außerdem war der Inhalt ein ganz anderer. Es standen verschiedene Projekte für das 4. Seminar zur Auswahl. Es gab die Möglichkeit die Schwäbische Alb zu erkunden, 2 Wanderungen wurden angeboten, man konnte Mauthausen besuchen, etwas aus Holz bauen oder (und dafür entschied ich mich) am Bergwaldprojekt teilnehmen. Beim Bergwaldprojekt, das in ganz Deutschland angeboten wird, kann man eine Woche lang im Wald unter Aufsicht arbeiten. Dabei spielen Alter und Beruf keine Rolle (für weitere Informationen www.bergwaldprojekt.de). Unsere „Einsatzstelle“ war das Gebiet um den Rohrhardsberg, das für seine ökologische Vielfalt bekannt ist.

Am Montag wurden nach der Anreise erst einmal die Zelte aufgebaut. Später gab es noch eine Vorstellungsrunde. Ein freier Mitarbeiter der lbp (Landeszentrale für politische Bildung), eine Köchin vom Bergwaldprojekt und drei angehende Förster, die beim Bergwaldprojekt aktiv sind, betreuten uns. Zunächst ging es an eine extensive Wiese, die entfichtet werden musste und wir räumten einen Bachlauf frei.

Der Dienstag begann, wie die Tage danach, um 6 Uhr morgens. Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zu einem Hang mit Bach. Dieses Gebiet war größer, da es sich schließlich auch um  Arbeit für den ganzen Tag handelte. Auch hier mussten Fichten weg, denn sie nehmen Bäumen, die dort heimisch sind (z.B. Tanne), viel Licht und Nährstoffe weg, sodass diese nicht richtig wachsen können. Eine weitere Arbeit war das Entfernen von Autoreifen aus dem Wald. Vor circa 30 Jahren hat irgendjemand eine ganze Landung  Autoreifen in den Wald geschmissen, die mittlerweile zwischen Steinen und Wurzeln eingeklemmt waren.

Am Mittwoch ging es an einen weiteren Hang, den wir entfichteten. Ein kleines Stück weiter räumten wir Totholz zusammen und sammelten es hinter Baumstümpfen. Wir waren schon zum Mittag mit unserer Arbeit für den Tag fertig und suchten uns für den Nachmittag deshalb noch Aufgaben in und um den Zeltplatz.

Die Arbeiten am Donnerstag waren nicht am Hang, sondern im Moor. Hier verbanden wir mehrere Freiflächen miteinander, indem wir wieder Fichten fällten. Danach sah das ganze Gebiet deutlich lichter aus.

 

Am Freitagvormittag unternahmen wir mit dem Förster eine Wanderung zu den Elzfällen. Währenddessen erzählte er uns viel über den Wald und seine Arbeit. Danach ging es ans Auf- und Zusammenräumen, schließlich mussten unter anderem noch die Zelte abgebaut werden. Zum Schluss tauschten wir einen naheliegenden Hochsitz aus. Doch dann hieß es Abschied nehmen und sich wieder auf den Rückweg machen.

 

Die ganze Woche, die sehr arbeitsreich war, hat sehr viel Spaß gemacht und man hat viel gelernt. Glücklicherweise war das Wetter meistens richtig gut und so blieb die Regenkleidung größtenteils ungenutzt. Noch nie zuvor konnte ich Nadelbäume so gut voneinander unterscheiden. Allerdings habe ich dadurch eine andere Einstellung zu Fichten 😉